Behandlungsablauf
Grundsätzlich sind alle Behandlungen während eines Urlaubsaufenthaltes von
7 - 14 Tagen möglich. Ausnahmen sind die strikte Einhaltung von Ein- oder
Abheilphasen sowie Sicherheitswartezeiten zum Beispiel bei Wurzelbehandlungen
etc.
Hier können Sie sich über den zahnmedizinischen- und zeitlichen Ablauf einiger
Behandlungsarten informieren.
Behandlungsablauf bei Kronen | Detailinformation
Bis zum fertigen Einsetzen einer einzelnen Krone vergehen normalerweise zwei Sitzungen in
der Zahnarztpraxis. Bei speziellen Kronenarten oder schwierigen anatomischen /
kosmetischen Verhältnissen können auch noch weitere Sitzungen erforderlich sein.
1. Termin | 2. Termin
Schritt 1 Farbbestimmung (Aufwand ca. 5-10 Minuten)
Wenn es sich um eine zahnfarbene Krone handelt, die später zur Versorgung des Defekts eingegliedert werden soll,
werden wir zunächst die genaue Farbe Ihrer Zähne bestimmen, da der Zahntechniker
Sie als Patienten nicht zu sehen bekommt. Diese braucht er, um mit keramischen Massen und speziellen Techniken den Ersatzzahn so gut zu arbeiten, dass er
farblich - auch von einem Fachmann bei flüchtiger Betrachtung - nur schwer von
einem natürlichen Zahn zu unterscheiden ist.
Diese Farbbestimmung erfolgt mit genormten Farbringen oder digital. Mit unserem modernen digitalen
System erreichen wir erstaunliche Resultate und können diese zusammen mit
Fotografien Ihrer Mundsituation per E-Mail ins Dentallabor übermitteln.
Schritt 2 Abdruck für Provisorium
(Aufwand ca. 5-7 Minuten)
Vor der eigentlichen Präparation wird jetzt noch ein Abdruck von dem Präparationsgebiet
genommen. Auf dieser Grundlage wird später direkt in unserer Praxis ein Sofort-Provisorium
angefertigt.
Schritt 3 Präparation
(Aufwand ca. 15-30 Minuten)
Unter örtlicher Betäubung wird nun zunächst die vorhandene Karies gründlich entfernt.
Gebiete, welche nahe an den Zahnnerv reichen, werden mit einem speziellen Material abgedeckt. Zur "inneren Stabilisierung" des Zahnes, Materialersparnis der späteren Krone und einem verbesserten Halt auf dem präparierten Zahnstumpf wird in einem
weiteren Schritt eine Aufbaufüllung gelegt.
Nach diesen vorbereitenden Massnahmen erfolgt jetzt die eigentliche Präparation des Zahnes.
Da die Krone über den Zahn "aufgesetzt" wird, muss der gesamte Schmelzüberzug - je nach Präparationsart mehr oder weniger stark - entfernt (auch gesunde, nicht erkrankte Zahnsubstanz) und der entstehende Zahnstumpf parallel oder leicht konisch (Konvergenzwinkel zwischen 6 u. 12 Grad) beschliffen werden. Zur besseren Verankerung wird
unter Umständen bei nervtoten Zähnen zusätzlich ein Stift in die Wurzel gebracht ( "Stiftzahn").
Die Präparation geschieht mit schnell drehenden Schleifinstrumenten unter guter Wasserkühlung, um den temperaturempfindlichen Zahnnerv nicht dauerhaft zu schädigen. Dabei orientiert sich der entstehende Zahnstumpf in der Formgebung am ursprünglichen Zahn, um eine möglichst
gleichmässige und von der Dicke her ausreichende Dentinschicht über dem empfindlichen Zahnnerv zu belassen.
Nach beendeter Präparation wird der Zahnstumpf gut trocken gelegt und das Zahnfleisch etwas aus der Zahnfleischtasche zurückgedrängt, um den beschliffenen Stumpf exakt abformen zu können. Dies
erreichen wir mit sogenannten Retraktionsfäden oder -ringen
welche mit einer speziellen, zahnfleichverdrängenden Lösung getränkt sind.
Schritt 4 Abdrucknahme
(Aufwand ca. 5-10 Minuten)
Der Abdruck ist das Bindeglied zwischen Praxis und Dentallabor.
Da die Herstellung des "Werkstücks Krone" im zahntechnischen Labor
erfolgt, gilt es, die Mundsituation exakt dorthin zu übertragen. Technisch
lösen wir dies durch einen Präzisionsabdruck und einem daraus resultierenden Arbeitsmodell.
Zur richtigen Höhe der Krone benötigt der Zahntechniker ausserdem noch einen Abdruck des Gegenkiefers und eine Bestimmung der Bisslage
Ihrer Mundsituation.
Auf Grund dieser Unterlagen ist es im Dentallabor möglich, eine annähernd ebenbürtige Mundsituation unter Verwendung eines Artikulators zu simulieren.
Die zahntechnische Anfertigung der verschiedenen Kronenarten beschreiben wir
hier nicht näher. Sie erfordert ein
Höchstmass an Präzision und dauert 3-4 Tage.
Schritt 5 Provisorische Versorgung
(Aufwand ca. 5 Minuten)
Bis zum Eingliedern der fertigen Krone in einer späteren Sitzung wird nun der präparierte Zahn
mit dem gefertigten Provisorium gegen äussere Einflüsse geschützt. Ohne
Provisorium wäre schon allein das Atmen durch den Mund für Sie als Patienten nach dem Abklingen der örtlichen Betäubung äusserst unangenehm, da dem schmerzempfindlichen Zahnbein die bedeckende Schmelzhülle fehlt, zum anderen
erreichen wir mit dem gut abschliessenden Sofort-Provisorium eine Infektionsprophylaxe des Zahnnervs. Weiter bewirkt
unser angepasstes Provisorium die wichtige Abstützung des Zusammenbisses und erlaubt eine befriedigende Kaufunktion. Im sichtbaren Bereich
gewährleistet das Provisorium auch eine ausreichende Ästhetik für Ihre
Urlaubstage.
Total Zeitaufwand beim 1. Termin:
Behandlungszeit ca. 35-50 Minuten - Wartezeit
(= Herstellung des
Provisoriums) ca. 30-45 Minuten
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2. Termin (nach 3-4 Tagen)
Bei einzelnen Kronen kann normalerweise in der zweiten Sitzung die laborgefertigte
Krone definitiv eingesetzt werden. Dieser Eingriff muss nicht unbedingt unter örtlicher Betäubung erfolgen.
Bei Einzelkronen im sichtbaren Bereich kann es unter Umständen sein, dass noch Farbkorrekturen vorgenommen werden müssen und deshalb
eine weitere Sitzung erforderlich wäre.
Schritt 1 Einpassung
(Aufwand ca. 10-20 Minuten)
Etwa 3 Tage nach der 1. Sitzung wird die provisorische Krone entfernt, der
präparierte Zahnstumpf gereinigt und die im Labor gefertigte Krone eingepasst und deren Höhe zum
Gegenkiefer, den richtigen Kontakt, sowie die exakte Ausformung zu den Nachbarzähnen hin und bei zahnfarbenen Kronen die ästhetische Korrektheit und das harmonische Einfügen in die
Zahnreihe geprüft. Eventuell werden hierbei noch kleinere Korrekturen
vorgenommen.
Besonders überprüfen wir die Passgenauigkeit auf die Übergangsstelle zwischen Krone und Zahn, dem
Kronenrand. Passt sich die Krone nicht äusserst exakt dem Zahnstumpf an, so kommt es rasch zu einer neuen Karies und Zahnfleischentzündungen.
Schritt 2 Eingliederung
(Aufwand ca. 10-15 Minuten)
Wenn alle Kriterien stimmen, wird die Krone definitiv eingesetzt oder korrekter ausgedrückt: eingegliedert. Dies geschieht mit Befestigungszementen oder mit speziellen Klebetechniken.
Total Zeitaufwand beim 2. Termin:
Behandlungszeit ca. 20-35 Minuten
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